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Deutsches LiteraturArchiv Marbach

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Dienstag, 22. Oktober 2013

seit ein gespräch wir sind...


Seit ein Gespräch wir sind
Und hören können voneinander...

ist uns der Augenblick der Pein,
der dunkle, licht erhellt.


Seit ein Gespräch wir sind
Und hören können voneinander...

kehren Gedanken wieder ein,
die vor der Zeit verstellt.

Seit ein Gespräch wir sind
Und hören können voneinander...

scheint Haus und Hof im Glanze
überzuckert in besonderer Weise.

Seit ein Gespräch wir sind
Und hören können voneinander...

weiß ich, die Seele schimmert nur,
die Welt sie bleibt erstarrt im Eise.



© by Gabriele Brunsch

Freitag, 11. Oktober 2013

Tod, Schlafes Bruder



Die Schwester



„und bist du, tod, des schlafes bruder,
mag ich euch beiden schwester sein,
und wachen still, stundaus-stundein...
will stumm den atemzügen lauschen,
bedacht, ihr sollt doch ruhig ruhn!"

und zuckt des einen augenlid,
und spricht des andern mund
traumblind zu mir, raun ich im flüsterton:
„schumschei," ganz leis, "schumschei, schumschei"
und sing ein sanftes lied dabei.
und sing:
“kein lieb, das pflicht,
kein leid, das sticht,
kein großes gut,
kein bittres weh,
erwachet nicht,
seid nur fein still,
weil es doch weiter leben will,
das schwesterlein, das treue kind,
im sternenmeer, im heidesand,
im glitzereis, am meeresstrand,
im arm des liebsten seufzen, ach,
schlaft schön, und werdet nur nicht wach!“

in traum gebettet, dunkle nacht,
singt es sich selbst, das schwesterlein,
in süßen schlaf, und schlummert ein...



copyright©gabriele brunsch

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Die größte Offenbarung ist die Stille

Die größte Offenbarung ist die Stille

Sprecherin: Friederike-Therese Brunsch
Lyrics: Wolfgang-Imre Brunsch (1979 - 2003)

Music: OCIRAA - Frank Baker

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Montag, 7. Oktober 2013

Szenen aus dem kleinen antiken Drama "Dido und Aeneas" von Gabriele Brunsch (15 Silben pro Zeile des 414 Zeilen umfassenden Epos)


... Sturmwind auf Sturmwind durchpeitschen die grausamen Wasser,
von Ost und West, von Süden und Norden schlägt es hernieder
Wellenberge türmen sich, drohen das Schiff zu verschlingen.
Einem Papierschiffchen gleich torkelt es über den Wogen,
taucht in die Finsternis ein, springt heraus hoch in das Licht.
Tage um Tage, die Planken zerborsten, der Mut versackt,
ein Spielball der Sturmwinde, ein Spielball göttlicher Rachsucht.




Noch weiß Aeneas nichts von Dido, von ihrem Herrschaftskreis.
Ihr Land ist klein, nur Stadt umkränzt von Feldern, an Früchten reich.

Da hört er voll Bewunderung die Händler lobend reden:
...„Karthago wächst, gedeiht, sichtbar sind die Spuren ihrer Kraft
weithin bei jedem Schritt, jedem Blick, ein Liebling der Götter!“

Samstag, 5. Oktober 2013

"Dido und Aeneas" - Es ergeht herzliche Einladung!

Dido und Aeneas
oder
Die Zwischenzeit des Glücks
kleines antikes Drama

Gabriele Brunsch
Sound: Frank Baker



Dienstag, 1. Oktober 2013

hölzerne ewigkeit

wir haben unsre namen nicht mit kreide festgeschrieben,
wir schnitten sie mit messern rein in kirchenbänke,
kein wind, kein regen hat sie weggewaschen,
sie sitzen flachgerutscht in ihrer senke...

müsst einen hobel oder stein ich nehmen,
wollt ich für immer sie da rausradieren,
von unsrer zweiheit ist nur noch dies holz geblieben.
wird ewge ewigkeiten rätselhaft verzieren.