Samstag, 21. November 2009
ERSTER LEBENSRAUM - vollendet ???
im ersten lebensraum, in blutpulsschlag,
ist nur ein rauschen von lebensströmen.
ein schrei versickert in glucksen,
.
kichern und gesang, himmelssphärenton,
und das pochen: gleichklang, eines rhythmisch
laut, und leise leise leise
.
das kleine, leise, leise das eigne.
der willkür ausgesetzt, eingebettet -
kiemenlos als wasserwesen.
.
atemfrei - imprisoned. kein recht kein los –
als teil des teils das teil der teile selbst
ist teil und endlos allesteil
.
ist letztes, erstes, ist allerletztes,
wichtigstes, elendstes, ersehntestes,
gehasstestes, geliebtestes...
.
vom ersten augenblick das ganze stück.
und nie gesichertes. gewagtestes,
versprochenes an zukunftsglück
.
wenn nicht der heile ausstoß, dieser akt
nicht heil gelingt, wenn nicht, wenn nicht, wenn, wenn...
und wann ist mensch ein echter mensch
.
ist mensch ein mensch wenn er geboren wird
was ist human, was animal, was pulp?
was geist, was spur, was element,
.
was luft, was wasser, was ist holz, was zahl,
was licht, was feuer, was idee, was traum
was qual und was ist schuld, was schmach.
.
was elend, was ist trotz, was ist trotzdem,
was ist geduld, was dauert, was ist stark,
was wird, was lebt, was bleibt - gedeiht?
.
was ist der mensch, was unschuld und was schuld?
was ist die frucht, der früchte ausgeburt,
ist neufrucht, gleichfrucht, allesfrucht.
.
ist einfach da.
Mittwoch, 11. November 2009
im ersten lebensraum - erster versuch
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im ersten lebensraum in blutpulsschlag
ins rauschen aller lebensströme eingebettet,
ein schrei versinkt in glucksen
.
kichern und gesang musik aus himmelssphären
und pochen gleichklang eines rhythmisch
laut und leise leise leise
.
das kleine, leise, leise, leis das eigne.
der willkür ausgesetzt, und eingebettet
kiemenlos als wasserwesen.
.
atemfrei - imprisoned. ohne recht und los –
als teil des teils das teil der teile selbst
ist teil und endlos allesteil
.
ist letztes, erstes, allerletztes, allererstes,
ist wichtigstes, und elendstes, ersehntestes,
gehasstestes, geliebtestes...
.
vom ersten augenblick ein ganzes stück
und nie gesichertes und nur gewagtestes,
versprochenes an zukunftsglück
.
wenn nicht die heile flucht der heile ausstoß
heil gelingt, wenn nicht, wenn, wenn
und wann ist mensch ein echter mensch
.
ist mensch ein mensch wenn er geboren wird
was ist human, was animal, was pulp?
was geist, was spur, was element,
.
was luft, was wasser, was ist holz, was zahl,
was licht, was feuer, was idee, was traum
was qual und was ist schuld, was schmach.
.
was elend, was ist trotz, was ist trotzdem,
was ist geduld, was dauert, was ist stark,
was wird, was lebt, was bleibt - gedeiht?
.
was ist der mensch, was unschuld und was schuld?
was ist die frucht, der früchte ausgeburt,
ist neufrucht, gleichfrucht, allesfrucht.
.
ist einfach da.
Samstag, 31. Oktober 2009
Auf dem Stein sitzend... ...slightly modified...
Die Gebilde waren Ausdruck eines Gefühls, das ich nicht benennen konnte. Sie umspielten den Grund unter mir, und suchten Kontakt zu meiner Haut. Wie um sich Gehör und Einlass zu verschaffen wuchsen sie um mich herum und mahnten mich endlich eine Bedeutung für sie zu finden, damit ich sie in mich aufnehmen könnte. Ich könnte sie mir auf den Leib legen oder sie einatmen, in mich und auf mich reiben. Dann erst würde ich sie kennen, so wie man einen Apfel kennt, dessen Herkunft einem vertraut und dessen Duft und Geschmack sich mit der Farbe und der Spannung seiner Schalenhaut als besonderer Wert schon sehr früh in das kindliche Bewusstsein gedrängt hat und dort festsitzt für den Rest der Zeit.
Was also war es diesmal gewesen, das sich als rätselhafte Erscheinung abgesondert hatte um als pilzartiger Bodensatz des Tages mein Unterbewusstsein zu unterspülen? Es war eine winzige Begebenheit gewesen, die aus Hast und Blicken bestand und eben diesem einen Satz.
Während ich gerade große Blätter in unterschiedlichen Farben sammelte und als bunte Fächer in meiner Hand drapiert hatte, hörte ich Stimmen. Laute, wütende Männerstimmen hallten aus der Passage. Dann kam mein Vater mit weit ausholenden Schritten herausgerannt. Er gestikulierte mit den Armen, rief laut: „Ha!“, blieb stehen und kratzte sich am Kopf. Sein Blick fiel auf mich und er sagte den Satz, von dem er wissen musste, dass ich ihn nicht verstand: „In Amt und Würden! Weißgott, aber von Würde keine Spur!“ Als er weg war, kam Herr Steiner, der Obmann, der über alle herrschte und vor dem alle zitterten, aus dem Tor, blieb auch stehen und verzog das Gesicht zu einer sonderbaren Fratze. Er sah sich um. Als er merkte, dass der Hof bis auf mich verwaist war, rotzte er sich mit Mittelfinger und Daumen der rechten Hand den Schleim aus der Nase. Er schleuderte ihn quer über den Platz, räusperte sich heftig und öffnete sich mit den feuchten Fingern die Hose. Dann ging er zur Kastanie, wo er, kaum zwei Meter von mir entfernt, sonderbar grinsend sein Geschäft erledigte.
Der bunte Herbstblattfächer
löchriger Schutzwall
Freitag, 30. Oktober 2009
das hochzeitsfoto I
...den richtigen moment aus der welt herausschneiden,
aufbrennen, für die ewigkeit festzurren,
das präparat der unwillkürlichen bewegung so beherrschen,
dass der katalysator der strengen planung das gebilde perfektioniert,
nichts soll zufall, nichts dem tollen mut des augenblicks geschuldet,
nichts soll nur so, nur einfach so, nichts soll "gewöhnlich" sein.
die welt ist ein tollhaus, der himmel strahlt und der übermut perlt
und die uhren ticken verquer an den handgelenken der vielen,
und der rhythmus der schritte pulst wie die laune des windes,
atemlos, hier hin und dort hin, und lachen und weinen bald,
und alles misslingt, und darf nicht misslingen, gute miene...
wie lächeln zur fratze erfrieren, wie ein zwinkern erstarrt,
und das kompliment zum leisen fluch geriert,
und unter dem fleisch der wangen verbeissen sich zähne
und lippen werden zum formlosen strich.
der wind pustet ein schirmchen über den platz
und lachelnd hüpft ein kind hinterher...
Mittwoch, 28. Oktober 2009
...mit speichel netze ich
das wilde rot auf dem papier,
und lass es schwimmen
dieser früchte gelb,
bin mitten drin
im sonnentanz,
der letzten, allerletzten
warmen stunde.
will kunst ergreifen
und erfasse nur natur,
will abstraktion,
will transzendenz
und spüre wie der duft
des lichts mit speichel
sich vermischt und farben
löst von dicht nach licht
und während sie
im hier verschwimmend
sich vermischen,
versickert alle
intention,
die metaphysische
die hingewollte,
im schlichten bild
aus herbst
so matt
und gleichsam lächelnd
zum trotz mir jetzt
in der verzückung
naturnaturnatur
und meiner absicht
hohn...
Sonntag, 18. Oktober 2009
Freitag, 9. Oktober 2009
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das sich verflüssigt und auflöst,
wenn die sonne luftig und zögerlich,
den kühlen duft der nacht noch in ihrem atem,
in den wiesengrund steigt und den tau verperlt...
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Montag, 5. Oktober 2009
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in selbstzweifeln verharrend
suchst du die antwort
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verdunkelt und die tage
am nachmittag kriechen
in eine lange düsternis hinein,
die kein zwielicht kennt,
was wenn die nebel
mit ihren weiß-grauen fingern
wabernd nach uns greifen
- und wir im nebelmaul,
das unsre seelenleiber frisst,
verschwinden...
verdickte erinnerungsfetzen
der vergangenheiten,
nicht actor, stuntman, schattenfigur,
brutal gehetzt durch diese clips,
scharlatanerie des traums,
der wut des wahns,
des geistesblitz,
ausgeleuchtet und verletzt,
bleibt immer nur das bild der not
kalt-weiß-schwarz
und rot blutrot...
die zeit reißt an uns,
wie ein gieriges tier,
ent-lebt uns, stück für stück,
und wir halten unsere würde
vor der brust zusammen
wie die falten eines mantels,
doch da ist kein mantel,
nur die nackte lederhaut,
so hilflos,
ist der versuch
nicht einzuknicken
vor der übermacht des angriffs...
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Sonntag, 4. Oktober 2009
Samstag, 26. September 2009
Donnerstag, 24. September 2009
Kontraste
du wühlst mich auf, ich wache ungestillt
mit meinen lippen schlürf ich deinen seim
aus farben - lass mich trunken sein
mich dürstet nach dem dunklen duft
von erde und verfall, verfall vergehen,
gesättigt bin ich nimmermehr,
als müsst ich hundertfach in dieser süßen luft
von todessehnsucht angefasst am rand
vom reichen jahr ermattet lässig stehen
und denken, wär das denn so schwer
dies kleine stück zu gehen?
was bleibt? ein satz vielleicht,
ein epitaph aus zahl und wort,
und efeuranken blattdurchpulst...
empfindung fühlbar ungetrübt,
die sinne klar - ein ozean, ein meer -
ist ein gewand aus lichtblau-grün,
kühl-wasser-grün-und kühl so kühl,
und körperweiche kühle haut,
im wassergrünen kühlen grün, umspült
- wie schwimmst du aus dem neer,
undine, zartes flüssiges gespinnst,
unwesenhaft nicht mensch nicht fisch,
bist alles gleichsam willentlich
und schwimmst...
von sonnenlicht und glanzgeflecht,
von glitzerglanz und funkentanz,
durchspült verharrst du plötzlich eisig-kühl,
verharrst, und starrst, und starrst...
du bist so feige, ahnungsloser leib,
du kränkelst, lustbetonte note,
verweichlicht, eingedickt der mut,
schon tänzelst du, verstrickt
vertäut,
verankert und verkettet,
verzweifelt aufgeknüpft und lau die glut...
ha!!
ein riesenhafter schoß sind deine meere welt
in die der zeitgeist kotzt, ein ausgekochtes spiel,
vereinzelt stehen ratlos kleine felsenstädte,
im sonnenlicht, verzagt,
der blick geheftet, starr, der leib geschändet,
im flötenklang und trommelwirbelorchestralgewendet
stehst nackt du da,
ein stückchen zeit - du erdenteil -
im jetzt verendet
...
sei nicht vermessen,
was soll das, verendet?
die welt sie lebt und ist ne loveaffair
du hörst das klatschen hundertfacher wellen,
und hauchst beglückt: "was will ich mehr...!"
verschwendet?
Freitag, 18. September 2009
Z U S T A N D - E S S E N Z

...das bild sollte nicht unkommentiert stehen, sagte mir einer, und ich vermute, dass er es nicht lesen konnte, oder es aus meinem munde erfahren wollte, was ich dazu zu sagen hätte, doch, ich mag dazu nichts sagen, was ich zu sagen hatte, damals, als ich es malte, steht doch da, unverschlüsselt...
... ein bild ist ein bild, ein jeder mensch kann es lesen, ein jeder sieht die form, die farben, doch ob sie alle die gleichen formen und farben sehen, das vermag ich nicht zu sagen...
...paparazzi, ein lied von lady gaga, provozierend brutal und an der grenze des erträglichen vorgetragen bei den MTV - music awards in NY. die meisten fanden es "geschmacklos" - andere pervers, wieder andere nur einfach "ekelhaft" - wenige waren beeindruckt, ich war beeindruckt - was hat das mit meinem bild zu tun?...
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grenzen - los - wort - los
hat mich zu diesen Gedanken inspiriert:
...nichts geht verloren,
der Klang, der Duft,
die Farben, die Wärme,
die Kälte, der Glanz,
die Finsternis...
sie sind immer da,
auch wenn niemand hinhört,
auch wenn niemand hinsieht,
auch wenn kein Mensch sie ersprürt
um sich zu erfreuen,
um darüber zu schreiben,
um einfach nur darin zu leben...
vielleicht ist es ja die Libelle,
die über dem Wasser innehaltend
plötzlich die Schönheit wahrnimmt
und atemlos libellisch flüstert:
"...ach, könnte ich dichten, ich schriebe..."
...und ich beschließe den Tag...
nicht libellisch, sondern sphingisch lächelnd:
"...ach, könnte ich dichten, ich schriebe..."
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Mittwoch, 16. September 2009
nicht frau nicht mond
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am wasser flirren die funken
hinter dem schwarz-blauen schleier
wird flüchtig der mond
im tonlosen dunkel versunken
erstarrt zum standbild der reiher
weißt du wo gott wohnt?
von eisigen küssen betrunken
empfängt mich zaghaft der weiher
bin frau nicht und nicht mond
ins schwarz den silberleib tunken
betäubt vom schluchzen der leier
ob sterben lohnt...
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Himmel wolkenlos...
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gewitterwolken
verziehn sich - haiku
auch verschwunden
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"Himmel wolkenlos"
neue cranach presse kronach
von Ingo Cesaro
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Himmel wolkenlos...
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im gesicht nadeln aus gischt
fest an deiner hand
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"Himmel wolkenlos"
neue cranach presse kronach
von Ingo Cesaro
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Donnerstag, 10. September 2009
Zeit - Translated by Sumuze
no-one
is apt to grasp
dying away
above
besides
with and
within
us
narrowing us
down into nowadays
scraping us
off our past
tossing us into the future
always being
both start and end
the one
just like the other
and of both
the two of all
dead strong
morn' and eve
bright and dark
young and old
awakeing and going to sleep
come and go
death and birth
... at least where
there is life
still breathing
there
upon our earth
...
yet
Dienstag, 8. September 2009
...as time goes by... Old People's lullaby
...as time goes by - times go by
Montag, 7. September 2009
Z E I T - T I M E - T E M P S
...die zeit, die niemand erfassen kann, die über bei mit in uns vergeht, die uns ins jetzt schält, in die zukunft schubbst, ist immer anfang und ende, gleichzeitig das eine und auch das andere, und von beidem immer alles, ganz intensiv, morgen und abend hell und dunkel jugend und alter erwachen und schlafen kommen und gehen tod und geburt ...zumindest dort wo leben ist, wo etwas atmet, dort, auf unserer erde, ... noch ... | ...time, which no-one can grasp, which passes by above around with and in ourselves, which constricts us into the present, peels us free from the past, shoves us into the future, is always beginning and end, at the same time this and also the other, and always everything of both sides, quite intensive, morning and evening, light and dark, youth and old age, waking and sleeping coming and going death and birth …at least there where there is life, where something breathes, there, on our earth, … still … | ...le temps, que personne ne peut saisir, qui passe sur autour avec et en dedans nous, qui nous enserre dans le présent, nous pèle du passé, nous pousse dans le future, est toujours le début et la fin, au méme moment l’un et aussi l’autre, et toujours toutes choses de tous les deux, tout intensive, le matin et le soir, clair et sombre, la jeunesse et la vieillesse, le réveil et le sommeil, l’arrivée et le départ, la mort et la naissance …au moins là où il y a de la vie, où il y a une haleine là, sur notre terre, … encore … |
Dienstag, 1. September 2009
Nikolai Tokarev
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...full of mysteries...
...when music touches your soul...
...gravity dissolves...
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Dienstag, 25. August 2009
grauenverrätselung
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....wonichtsmehristwieeswahroderbessernichtsistwieesseinsollteaberwerkenntdenzollstock
derdasmassbenenntmiristschlechtichhabedasgefühldassichdenverstandverlierewieviel
kannmanineinemlebenertragenfragtdiealteundblicktvorsichhindreikriegedaswarnormal
frühermurmeltsiedermächtigeresuchtimmerseinpotenzialzubeweisensichzubeweisen
dasserdiemachthatdiedieihmzustehtwaskommtdennjetztwiewirdsichdasradjetztdrehen
werdenwirzusehnnursoeinfachsowerdenwirdieschändungdesgeistesderfreiheitdervernunft
desfortschrittsdergedankenderfrauendermännerderjungenderalteneinfachsohinnehmen
unddenkopfeinziehenundhoffendassesvorbeigehtdasunheilundsichdieachsendanach
wiedereinwenigstreckenundinsunendlichelaufenohneunszustreifenohneunsmitkonsequenzen
zuberührenunddanndiefragewiewirfeigewieichdenkopfeinziehenundsichhinterunleserlichen
zeichenverschanzenumhinterdermauerdieohnmachtnochstärkerzuspürendennwasgeht
dennüberhauptoderwassollteichtunsolltenwirtunoderkannmanüberhauptetwastun?
IMTIEFENHIRNPOOLBLUTLEERRASTEREICHZITTERNDVERZWEIFELTBILDSEGMENTE,
RUFEICHMIRFREMDESEITENBEIGOOYAAUFUNDSPÄHEINSPASSBILDFOTODISPLAY...
ATEMLOSZIEHEICHBILANZUNDVERHARREFRÖSTELNDVOLLUNVERSTÄNDNISUNDANGSTAM
NACKTENKNOTENPUNKTFOCUSDERACHSEDESBÖSEN...
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Dienstag, 11. August 2009
Montag, 10. August 2009
Schreibpfad mit stillem Inner´n - Fabian Tietz
...eine bittere frucht,
die den durst nicht löscht,
ein weghauchen der beläge
im grau-gelblichen augenglast,
schmerzvoll eingetrocknete
reste von gesprächen
und dem ermüdenden flackern
immer gleicher ansätze...
Kommentargedicht © by Gabriele Brunsch
zum Gedicht von Fabian Tietz in seinem
Blog, siehe dort...
Ich will das Rot in meinen Augen nicht mehr seh´n
ich will das Weltliche, Verkappte nicht versteh´n
ich will das Ende dieses Ganzen nicht erfleh´n
ich will ganz schlicht und ohne Schleife meine Wege schreibend geh´n.
© by Fabian Tietz
Sonntag, 9. August 2009
...und mag der mensch sich von allen wesen gott am ähnlichsten wähnen,
so ist doch gott niemals dem menschen ähnlich. wie vermessen!
wie können wir kleinlichen zwerge das ausmaß der macht erahnen,
das ausmaß der maßlosen gewaltigen größe, die hier ihre spuren legte,
um die welt als sein von uns zu erfahrendes vermächtnis zu schaffen,
wir, wir erspüren ihn, spüren die gewalt, spüren die größe, die schönheit, die kraft,
die größe im sein
die schönheit in der kunst
die kraft in der natur
...doch wo hört das eine auf
wo fängt das andere an...
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Dies ist mein Kommentargedicht zu
diesen Gedanken, die Miroslav B. Dušanić
am Freitag, August 07, 2009
auf seinem Blog gepostet hat:Die Menschen sind nichts anders als Gottes Tränen,
die kalt und heiß herausquellen aus seinen Augenhöhlen,
und nicht gelungene Welt überschwemmen.
© by Miroslav B. Dušanić
Samstag, 8. August 2009
ANSICHTEN
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auf dem ast wippend
die elster mit forschem blick
-bringt pech- sagt die frau
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auf dem ast wippend
die elster mit forschem blick
-bringt glück-sage ich
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auf dem ast wippend
ein vogel so ganz für sich
-wie schön-sagt die welt
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ein fantastisches kommentargedicht von
miro kam gleich durch den äther:
Karussell
Und bald siehst du im Zorne
die Sonne hinab
tanzt
ins Abendgrau
die Elster drin umher
mit abgebissenem Horizont
© by Miroslav B. Dušanić
Montag, 27. Juli 2009
...UND IST MEIN KRIEG AM HINDUKUSCH...
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- es ist ein schlimmes verwirrspiel,
die argumente schlagen gegeneinander
trommelwirbel mit atemloser hast -
und die kontroverse diskussion
zersplittert den sachverstand,
und du weißt nur, dass du nichts weißt,
oder zu wenig...
...aber, kann man denn je,
jemals ein richtiges wissen haben,
ein richtiges argument, einen grund,
einen, der krieg rechtfertigt,
einen, der in der letzten konsequenz,
den tod von vielen mit einkalkuliert,
ihn mit bleiernem grinsen hinnimmt,
das schluchzen und weinen der fliehenden,
den glasigen gebrochenen blick der zerrissenen,
die wutschreie der kämpfenden...
auf beiden seiten,
denn alle kämpfen für die richtige sache,
für ihre wahrheit,
für ihren grund,
für ihr richtiges argument,
weil sie das echte wissen haben,
das ihnen den mut und die kraft gibt,
die rechtfertigung zu glauben,
ihr kampf sei die einzige bedingungslos
wirklich vertretbare konsequenz,
sinnvoll und wert, wert das eigene leben
einzubringen, bereitzustellen
vor den opferstock einer fiktiven zukunft...
...während wissen und verständnis
in rinnsalen versickern,
jounalisten ihre augen und ohren
in sicherem abstand in ritzen zwängen,
kollateralschäden abtasten
und google-earth die rasterfahndung verrätselt,
erfüllen flüstern und hecheln die luft,
schlägt die lüge – mit tausend zungen –
im echo verstärkt von fels zu fels
während der neue und der verkrustete
angstschweiß wie eine dunkle aura
die harrenden kämpfer umstrahlt,
und niemand genau weiß was war
und niemand genau weiß was ist
und niemand genau weiß was wird,
weil krieg nicht kalkulierbar ist,
weil hass nicht kalkulierbar ist,
weil wut nicht kalkulierbar ist,
und lust und macht und machtgelüst
sich ausbreiten wie ein flächenbrand,
vernunft sich in rauch auflöst
und asche den himmel verdunkelt...
...da sitzt du und legst die hände
auf gesicht und augen
und suchst nach gründen
im selbstgeschaffenen
sicheren dunkel.
vor dir irgendwo, in reichweite,
die gelesenen passagen,
die berichte, die gesammelten einsichten
und fakten, diese sinnträger,
die schwarzen zeichen auf weiß,
sind trommelwirbel hinter den lidern,
und während du argumentierst
tun sich fenster auf vor dir
und du schaust hinaus und hinein
in tiefe gebirgstäler mit versprengten dörfern,
frauen mit burqa weil es immer so war,
mohnfelder auf lichten höhen, gemüsegärten,
auf kahlen hängen, die der blick trifft, ein knecht,
viele knechte, ein bauer, viele bauern,
ein kind mit der hacke, dem bündel,
die feldarbeit im steilen gebirg ist mühsam.
wessen berg ist das, wessen dorf, wes knecht,
dorfälteste, räte, warlords mit ihrem machtnetz
von felssturz zu fels...
und taliban klettern wagemutig auf schleichpfaden.
hörst du den ruf des falken,
den gesang der nachtigall,
das zirpen der grillen,
die musik der natur durchwebt
arg- und ahnungslos die luft.
zerborstene häuser, straßen, brücken, wege,
dächer und brunnen, ruinen und einschusslöcher
wo längst wieder oder immer noch wohnung ist,
zaudert der fuß das offene feld zu durchspringen,
barst nicht erst gestern die mine, so nah...
...und im unwirtlichen, zerklüfteten land,
in den talfurchen, den bergmassiven,
unter dem geröll der halden ruht gold, silber, bauxit,
wolfram, uran, zink, kupfer, mangan, öl und gas...
...und irgendwo im ledersessel sitzend
schieben in trilateralen runden
die global vernetzten,
multipolar etablierten gamelords
ihre bauern über das spielfeld
und der zeiger der uhr klickt weiter,
und einer sagt leise:
„bald wird das fell des bären geteilt!“.
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Sonntag, 26. Juli 2009
sat. hat gesagt...
meinen Kornblumen:
http://ladyart-haiku.blogspot.com/2009/07/blog-post_12.html
so tief ist der blaue
Himmel wie auf dem Weizen-
feld sind die Kornblumen
Ich habe versucht das Verslein in 5/7/5 Form hineinzuschreiben,
und denke, dass der Gehalt erhalten und das Blau noch vertieft
wurde...
tiefblauer himmel
über den feldern so tief
Montag, 20. Juli 2009
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...die musik war es, die mich hinweghob,
nahm mich und trug mich - ohrenbetäubend - hinauf,
mit den bildern, die sie begleiteten, einheit, fern ab von mir
vorgefertigt, bilder in geschichten eingebettet,
bewegte bilder mit dieser musik, mit den klängen,
dem schlagen, dem rhythmischen rauschen,
das sich eingrub, tief in meinen körper,
das mich mitriss, dort hin, wo ich nur noch leicht war,
anders, anders als ich noch vorhin war,
denn da waren die bilder, vorgefertigt,
eingebettet, und da war ich, mich hinübermorphend,
hinein in die bildperson, vorgedacht, brilliant,
bewundert, musikbeflügelt begleitet....
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Donnerstag, 16. Juli 2009
Zum Gedanken "Wert der Zeit"
verfall und aufbau
welche dimension hat zeit
wenn alles J E T Z T ist
http://www.ladyart.blogspot.com
Was ist schon Zeit?
Gleich,
sagt der Freund,
bin gleich zurück.
Ein Tag bangend,
ein Tag hoffend,
ein Tag wissend,
Der Freund kam wieder,
schon am vierten Tag.
Was ist schon Zeit.
Sonntag, 12. Juli 2009
Freitag, 10. Juli 2009
Montag, 6. Juli 2009
Sonntag, 5. Juli 2009
Mittwoch, 24. Juni 2009
Montag, 8. Juni 2009
Samstag, 6. Juni 2009
Donnerstag, 4. Juni 2009
Haiku - 5/7/5 - over and over again...
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quoll das sternenfass über
- vor meine füße -
- ein geschenk für mich -
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in that night of spring
the bowl of stars spilled over
- right before my feet -
- a present for me -
- spread out here for me -
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Besessen
Haiku-Werkstatt ist auch ringen mit sich selbst im Kopf, auf Papier, am Computer...
Nun nahm ich den gleichen Weg an Pfingsten und machte am selben Wegabschnitt ein Foto vom Wald - ein Meer aus Grün...
Danach ließ mich allerdings meine Erinnerung an die Buschwindröschen nicht wieder los und ich begann von Neuem das Thema aufzugreifen und daran zu arbeiten.
Nun, hier ist eines davon, das andere werde ich gesondert oben einstellen:
aus dem himmel gefallen
ein guss von sternen
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