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DIESES BLOG WIRD ARCHIVIERT vom DEUTSCHEN LITERATUR ARCHIV MARBACH

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Deutsches LiteraturArchiv Marbach

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Donnerstag, 20. Mai 2010






ein haiku schreiben,

von klängen, wasser und frosch...

wie furchtlos wär ich












Samstag, 15. Mai 2010




tirade, glücklos,

schmarotzer und scharlatan,

im frühlingsregen...




Donnerstag, 6. Mai 2010

Nur ein Kommentargedicht

. . ..




between bloody coughs


a bird's rhythmical knocking?

the old doctor's car




ein großartiges lesevergnügen - Old Pajamas - a good read



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. . .

Dienstag, 4. Mai 2010




god
is
the most
misunderstood...
mistreated...
abused
design
man
has been able
to create...

a design,
which is
adored,
glorified,
amplified,
magnified by myriads
of believers,
true minds,
innocent minds,
who just
know
he is there...
who feel
his presence
who embrace
his power
who feed on his glory
and suck his creed...

and feel strong and light and enlightened by the vision of being close to him...

doesn't that prove H I S EXISTENCE?





Samstag, 24. April 2010

...non-haiku...

..
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die zusammenkunft

so jung doch von zeit beschwert

kichert im abgang
..
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the meeting

young but encumbered by time

giggles while leaving
..
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Freitag, 23. April 2010

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so seltsam lustlos

blickt sie durch das satte grün

die hände im schoß




For English readers I'll try a translation:



stangely bored

she glances through green branches

her hands in her lap



Mittwoch, 21. April 2010

N A T U R E R E I G N I S - Natural Phenomenon


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F A L K E und T A U B E

nisten vor meinem Fenster

auf dem selben Baum



in English


falcon and pidgeon

nesting here in the same tree

right before my eyes

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Donnerstag, 8. April 2010

...UND IST MEIN KRIEG AM HINDUKUSCH

...die nachrichten reißen nicht ab, und mein zustand und der zustand
der soldaten im "kriegs"gebiet ist unverändert dramatisch,
ist nicht anders als vor einigen monaten.
das gedicht spürt immer noch meine gedanken auf.
Da ist nach wie vor keine milderung, keine abschwächung in
meiner einschätzung der situation... im gegenteil.
worauf sollen die soldatenmütter und -frauen stolz sein - wofür
sind ihre söhne gestorben?

die wichtige frage: "cui bono?" hängt nach wie vor unbeantwortet
in der luft.
wenn mein blick über die zerklüftete gebirgslandschaft bei google-maps
wandert, und ich im namenlosen nichts (keine straßenangaben in der geländekarte) winzige täler mit grünflächen und
häusern finde (satellit), dann frage ich mich, wie dieses unzugängliche land je
kontrolliert werden kann...




- es ist ein schlimmes verwirrspiel,

die argumente schlagen gegeneinander

trommelwirbel mit atemloser hast -

und die kontroverse diskussion

zersplittert den sachverstand,

und du weißt nur, dass du nichts weißt,

oder zu wenig...


...aber, kann man denn je,

jemals ein richtiges wissen haben,

ein richtiges argument, einen grund,

einen, der krieg rechtfertigt,

einen, der in der letzten konsequenz,

den tod von vielen mit einkalkuliert,

ihn mit bleiernem grinsen hinnimmt,

das schluchzen und weinen der fliehenden,

den glasigen gebrochenen blick der zerrissenen,

die wutschreie der kämpfenden...

auf beiden seiten,

denn alle kämpfen für die richtige sache,

für ihre wahrheit,

für ihren grund,

für ihr richtiges argument,

weil sie das echte wissen haben,

das ihnen den mut und die kraft gibt,

die rechtfertigung zu glauben,

ihr kampf sei die einzige bedingungslos

wirklich vertretbare konsequenz,

sinnvoll und wert, wert das eigene leben

einzubringen, bereitzustellen

vor den opferstock einer fiktiven zukunft...


...während wissen und verständnis

in rinnsalen versickern,

jounalisten ihre augen und ohren

in sicherem abstand in ritzen zwängen,

kollateralschäden abtasten

und google-earth die rasterfahndung verrätselt,

erfüllen flüstern und hecheln die luft,

schlägt die lüge – mit tausend zungen –

im echo verstärkt von fels zu fels

während der neue und der verkrustete

angstschweiß wie eine dunkle aura

die harrenden kämpfer umstrahlt,

und niemand genau weiß was war

und niemand genau weiß was ist

und niemand genau weiß was wird,

weil krieg nicht kalkulierbar ist,

weil hass nicht kalkulierbar ist,

weil wut nicht kalkulierbar ist,

und lust und macht und machtgelüst

sich ausbreiten wie ein flächenbrand,

vernunft sich in rauch auflöst

und asche den himmel verdunkelt...


...da sitzt du und legst die hände

auf gesicht und augen

und suchst nach gründen

im selbstgeschaffenen

sicheren dunkel.

vor dir irgendwo, in reichweite,

die gelesenen passagen,

die berichte, die gesammelten einsichten

und fakten, diese sinnträger,

die schwarzen zeichen auf weiß,

sind trommelwirbel hinter den lidern,

und während du argumentierst

tun sich fenster auf vor dir

und du schaust hinaus und hinein

in tiefe gebirgstäler mit versprengten dörfern,

frauen mit burqa weil es immer so war,

mohnfelder auf lichten höhen, gemüsegärten,

auf kahlen hängen, die der blick trifft, ein knecht,

viele knechte, ein bauer, viele bauern,

ein kind mit der hacke, dem bündel,

die feldarbeit im steilen gebirg ist mühsam.

wessen berg ist das, wessen dorf, wes knecht,

dorfälteste, räte, warlords mit ihrem machtnetz

von felssturz zu fels...


und taliban klettern wagemutig auf schleichpfaden.

hörst du den ruf des falken,

den gesang der nachtigall,

das zirpen der grillen,

die musik der natur durchwebt

arg- und ahnungslos die luft.

zerborstene häuser, straßen, brücken, wege,

dächer und brunnen, ruinen und einschusslöcher

wo längst wieder oder immer noch wohnung ist,

zaudert der fuß das offene feld zu durchspringen,

barst nicht erst gestern die mine, so nah...

...und im unwirtlichen, zerklüfteten land,

in den talfurchen, den bergmassiven,

unter dem geröll der halden ruht gold, silber, bauxit,

wolfram, uran, zink, kupfer, mangan, öl und gas...

...und irgendwo im ledersessel sitzend

schieben in trilateralen runden

die global vernetzten,

multipolar etablierten gamelords

ihre bauern über das spielfeld

und der zeiger der uhr klickt weiter,

und einer sagt leise:

„bald wird das fell des bären geteilt!“
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VOR MEINEM FENSTER


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am nest der elstern

schnäbelt ein turmfalkenpaar

groß mein erstaunen


Dienstag, 6. April 2010

DER SCHÖNSTE AUGENBLICK


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im brautjungfernkleid - durchscheinend, zartestes grün - zeigt scheu sich der wald

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...es ist schon einige jahre her, dass ich dieses kleine
h a i k u schrieb, aber gerade heute beim waldspaziergang
fiel es mir wieder ein, und es war mir, als hätte ich es aufs neue
genauso aufgeschrieben wie damals....


...der link weist auf die frühlingsfotos vom vergangenen jahr...
...april 2009...










aus lichter höhe

rauscht der eisige sturzbach

frühling im schlepptau







Donnerstag, 1. April 2010

stimmungsbekenntnis






bitternis lastet

vorurteile verdunkeln

des frühlings ahnung






Dienstag, 30. März 2010

Apropos Satire - ohne am Satyrbiss zu leiden...




Satire ist eine sonderbare Kunst.

Sie balanciert auf Eierschalen.

Der Leser sucht Halt ohne Stange.

Er ist ausgesetzt.

Er hüpft barfuß auf feinporig-gefräst,

zornbissig-spitz gestalteten Kanten...

Das sticht!


Aber sollte Satire nicht stechen?


Sicherlich, das sollte sie!


Stechen und erfreuen

- auf diese gestichelt lustbetonte Schmerzart -


die den Witz im Ärmel hat

- wie ein Pik As -


ihn im letzten Augenblick hervorzaubert

- und -

triumphiert.



Aber oftmals kommt "Satire"

bemüht schwerfällig daher.


Ich denke mal, das passiert dann, wenn der Verfasser

den Gegenstand viel zu persönlich im Visier hat.


Wenn der eigene Groll, die eigene Verletztheit


den Gedankenfluss bitter vergiften.

Dann entgleitet der Humor und die Satire misslingt,

sie wird zur dämlichen Zote,


oder gar zur persönlichen Anklage,


doch das - mit Verlaub - ist vollkommen daneben.

Honi soit qui mal y pense.



Dienstag, 23. März 2010

common place - excess

common place - excess
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großmutter lächelt:

du willst die welt erobern!

nur zu, mein kleiner...
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variation im selbstgespräch


anfang und ende

trotzig den blick erhoben

wie recht du doch hast
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da war doch noch was

ein bisschen welt-verstehen

und resignation
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doch so muss es sein

die einen wissen gar nichts

die andren alles
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so verstreicht die zeit

pulsiert und vertickt langsam

wedelt mit dem schwanz
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was auch immer war

wer also will es wissen

das welt-geheimnis
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nicht ist erleuchtung

nicht ist erhellung nichts ist

was helfen könnte
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wir tasten zaghaft

beteuern mächtig hilflos

gebärdenstammelnd
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und dann bitte was

gibt es denn einen ausweg

im tagesgeschäft
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die stunden zählen

verwirrtes weltenende

nothing but breathless...
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schlurfen ist hörbar

leidlich schal die kaltschale

der witz ist verpufft
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was sollen wir tun

was, bitte was, ziemt sich denn,

wenn alles versackt...
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versickert im nichts

im endlosen feigen nichts

- ich will das so nicht -
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was ich jedoch will,

was ich begehre ist null...

ist null und ist nichts
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ist null und ist nichts.

und verpufft sich im nichts

im jetzt-sein von nichts...
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zum lachen, herr schmitt,

sehn sie, was das land erregt,

entgleisung von lust...
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was soll ich denn tun

bin ich ein opfer der macht

gnädig geschlachtet...
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opfer der ohnmacht

das was ich habe ist echt,

ist echt und natur
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stille schweig still

natur hat doch kein sprachrohr

natur hat kein hirn
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hirn was für ein wort

heißt das gedanken haben

lichtfetzen sprühen
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gedankenfetzen

fetzen von irrlicht und sein

spuren von leben
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stille, nur stille,

selbst die ist nur illusion

verquickung von schall
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bewegung ist laut

Dienstag, 16. März 2010

begegnung




erinnerungsblitz
im zuge einer geste
erstarrt vorfreude








Freitag, 12. März 2010





so kalt der garten


den wintertag wegzaubern

mit einem lächeln





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Sonntag, 21. Februar 2010

Fabian Tietz liest "Man sagt vom Tod..." -

Fabian Tietz hat mein Gedicht "Man sagt vom Tod..." eingelesen. Ich danke ihm. Seine trockene Interpretation trifft den Gehalt und deckt sich mit meiner Absicht.



Montag, 15. Februar 2010

man sagt vom tod er spiele kleine spielchen.
zertanzt im straffen takt den atem dir
von eins nach zwei - von zwei nach drei...
und sind die würfel gut gefallen,
ist’s gruselspiel vorbei auf vier.

man sagt vom tod er tanze wilde tänze.
tanze in trance. er grinst und kirchert irr.
schwingt sich beim zischen seiner sense
durch seufzernetze, schluchzernebel
gespinst aus frost - durchs schmerzgewirr.

man sagt vom tod er hätte einen plan.
man ahnte lange wen er reißend küsst.
das leben trüg den dunklen todesschimmer,
durch jahre, wochen, stunden und sekunden,
weil er von dem verhängnis wüsst.

man sagt vom tod er sei ein guter freund.
hielt dich sein arm sei alles leid vorbei.
so still das lied an deiner totenwiege,
kein wellenschlag, kein tropfenklang,
tonlos die schlummermelodei...

man sagt vom tod dass keiner ihm entkäme,
sinnlos der wunsch, kein quantum kauft uns ab.
dem zirkel seiner macht entrinnen,
herauszuwinden, sich ihm abgewinnen.
schon ausgehoben ist das grab.

Samstag, 13. Februar 2010

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ist stille in mir

schneeschwer entlebtes weiß

frostige leere