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Samstag, 5. September 2015

WUNSCH

ach, könnte all das dunkle
aus meiner welt verschwinden,
nur einfach so!
sich aus der welt rauswinden,
nur einfach so!
dem hier und jetzt,
dem elend, der alten litanei
verderben widerstehen,
hey, ich wär gleich dabei!
im hier und jetzt besingen,
die friedensmelodei
nur einfach so,
das wär ein fest der freude,
wer wäre nicht dabei?
das kleine lächeln lächelt
am hals der judas klebt,
der kuss im äther fächelt,
wer hätte nicht gelebt?
wir schwingen in den saiten,
zu lieblich ist das lied,
das sonderbar vernetzt,
durch unsre sinne zieht.
so sei es, mensch!
wir kriegen, weil krieg
des menschen los,
wir streiten und wir siegen,
sei still, was mach ich bloß.
wir liefern nichts als worte,
bescheiden an die welt,
und hoffen, dass die quintessenz
des menschen mensch gefällt.
doch wer vermag das raunen,
das mich bewegt erlauschen,
wir, kleingeboren-winzig,
wir spüren nur die macht,
die wächst im bombenterror,
glutrot, bei tag und nacht!
ganz ohne glanz im elend
bleibt ungezückt der degen
zur unzeit, ungeglaubt,
der säure regen regnet,
was uns das leben raubt.
ach, könnte all das dunkle
aus meiner welt verschwinden,
nur einfach so!
sich aus der welt rauswinden,
nur einfach so!
dem hier und jetzt,
dem elend, der alten litanei
verderben widerstehen,
hey, ich wär gleich dabei!

Kommentare:

  1. Nur ein Ätherrauschen?


    Nicht vergeht das Dunkel
    ohne vorausgehende Nacht,
    innen wie aussen,
    nicht solange das Herauswinden
    als Illusion nicht durchschaut -
    nicht vergeht leise Beklemmung,
    weicht aus der der Mitte Deines Herzens,
    wie von den Rändern Deiner Lebenszeit,
    ehe Du Eigenverantwortung
    bist zu leben nicht bereit.

    Mensch Zuschauer -
    erkenne den Flüchtling in Dir
    und nimm Deine innere Freiheit an die Hand.

    © baH, 14.09.2015

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    1. ...geht die Nacht voraus,
      wie kann das Dunkel vergehen?
      Folgt es ihr doch ... wohin sie auch geht.

      Die Eigenverantwortung, die hält mich im Griff,
      nichts anderes - und lässt mich bisweilen
      wie eine Sufi mich kreisend bewegen,
      bis zur völligen Besinnungslosigkeit ...

      Aber da ist noch die andere, die Verantwortung für die anderen,
      in die die Eigenverantwortung mündet - und bist du nicht frei,
      wirst du dort nur Zwänge empfinden...

      Arm ist der, der nur sich selbst spürt.

      Ich danke dir, lieber Bernhard, für deine Worte.
      Sie haben mich sehr nachdenklich gemacht,
      das wolltest du aber. DANKE dafür.

      Herzliche Grüße in die Nacht...

      Gabriele
      ...wenn die innere Freiheit nicht wäre,
      was wäre das Leben denn wert?

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