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Dienstag, 20. Januar 2009

sinai-mosesberg

. gabriele brunsch 2008
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...ein mehrstündiger aufstieg auf den heiligen berg in absoluter dunkelheit  tastend, stolpernd, durch steinkrater, heiligen pfad..
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warten auf das licht -

das rauschen von zeit spüren

mit zitternden knien...
...
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Kommentare:

  1. Beeindruckend, wie Du diese Stimmung aufgefangen hast.

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  2. "das rauschen von zeit" gefällt mir sehr.

    Liebe Grüße
    Helmut

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  3. Dornbusch II


    Einsame Schritte knirschen,
    lastende Schwere in den Stiefeln,
    keuchender Atem
    im Tal der Verlorenheit,
    Wüste.


    Dorngestrüpp nagelt blutige Spur
    um die angstgeweiteten Augen,
    fahles Gesicht –
    Irrlicht im Dschungel der Gefühle,
    nächtens vor Tag.


    Fern der goldenen Heimat
    ein Schrei –
    vor dem inneren Auge
    der Riss in der Seele –
    endloser Absturz.


    Ein Aufbäumen der Hände,
    Halt suchend im Niemandsland,
    Leere Schwärze –
    Ohnmacht,
    zeitlos im Irgendwo.


    In der Taubheit der Sinne,
    ein Lichtstreifen über bergigem Horizont,
    auf verschattetem Talgrund
    rot glühend tanzende Schwertarme,
    im Wind nahenden Tages.


    Der Wanderer erwacht.
    Im Gold der Morgensonne
    erschauerndes Erzittern,
    die Lebenskraft kehrt zurück!
    Gleich einem Donner die Stimme von innen –
    Der Boden in dir ist heiliger Grund,
    steh auf und bestelle den Acker des Lebens.

    © Bernhard Albrecht Hartmann, 10. 11. 2005
    (Auf den Spuren des Moses)

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    1. Das ist nicht zu glauben, ich habe gar nicht gemerkt, lieber Bernhard, dass du hier drei Jahre nachdem ich mein Haiku mit Bild eingestellt hatte, geantwortet hast.
      Oh, dazu noch mit diesem wundervollen Gedicht von 2005 - danke dafür!
      Ich habe 2011 angefangen eine Kurzgeschichte über diesen nächtlichen Aufstieg zu schreiben und erstaunlicherweise sind, ohne, dass ich dein Gedicht kannte, eine Menge Wortübereinstimmungen - doch der Sinn, die Absicht, ist natürlich eine gänzlich andere, denn ich war nicht auf der Spuren Moses', sondern hatte versehentlich eine Busreise mit anschließendem Sonnenaufgang gebucht, was ziemlich danebenging, wie du unschwer ahnen kannst... zumindest kam dieses Foto dabei heraus und dazu noch das Haiku ... und vielleicht noch die Kurzgeschichte...
      Liebe Grüße
      Gabriele

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