GRAFFITI
ich hasse diese öden leeren ausgelebten wände,
an häusern, tunneln, bröckelnden fassaden,
...ich wohne mittendrin und wollte sterben...
ich hasse diese öden leeren ausgelebten wesen,
die in den hinterhöfen hinter fahlen mauern leben,
...ich wohne mittendrin und will nicht sterben...
ist rot ihr herz, so schlägt es monoton im blassen takt
jahrausjahrein – ihr inneres ist wie die mauern nackt,
...ich wohne mittendrin und werde leben...
wer macht die fehlerhafte welt so willenlos,
dass sie sich einlässt auf das kahle, kalte blasse?
...ich wohne mittendrin und lebe...
ist nicht die haut des körpers atemschicht,
ist die haut tot, dann lebt der körper nicht.
...ich wohne mittendrin und lebe, lebe...
will gott sein, kreateur zum trost der augen,
als spurenleger -licht in seele- will ich taugen,
...ich wohne mittendrin und lebe, lebe, lebe...
mit farben lösche ich das farbenelend aus
ich spraye wortgeflecht und bild auf jedes haus.
...ich wohne mittendrin und lebe, lebe, lebe..
alle gedichte, fotos, bilder und texte auf diesem blog sind von gabriele brunsch / LadyArt erstellt, andere autoren sind besonders genannt. nicht nur das gesetzliche,auch das aus moralischen gründen zu respektierende urheberrecht gilt hier – obgleich nur der zufall das vergehen aufdecken könnte,aber ist die welt nicht voller zufälle -
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Dienstag, 12. März 2013
Graffiti
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Freitag, 8. März 2013
Sucht
SUCHT
im tiefsten dunkel meiner kalten nächte
bin unstet ich, gelang an meine grenzen,
ich torkel schwach zu virtuellen umschlagplätzen,
wo träume und gedichte sie verticken,
die scheinwelt abgelegter bildsequenzen,
als sei des glückes ursprung, sei sein unterhalt
in wortgeweben, teppichen zu finden.
man könnte fliegen, flüstern sie,
und preisen das verdichten
gleich einer rettung vor dem untergehen.
zu viel von diesem stoff kann dich vernichten,
du darfst dich nicht in dieser welt verstricken,
fliehst du nicht jetzt, dann schaffst du’s nie.
© gabriele brunsch
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Freitag, 25. Januar 2013
EREIGNIS
ereignis
so weich die kissen –
weich die sofapfühle
weißt du, mein schatz,
dass ich mich elend fühle,
während ich sanften klängen
sehnsuchtsvoll ermattet lausche,
die lesezeit sehr gern
mit fußballwohlgefallen tausche,
schreit halbzeitstille mich von ferne an,
und ich weiß: halt!
schon wieder bin ich dran.
den schnittpunkt pause
wird er w i e betreten?
wird jammern er
und wutentbrannt
zum himmel beten?
wird er frohlocken, jubeln,
mich mit küssen überschütten?
mich liebestoll und wild
in meine kissen drücken?
ich starre vor mich hin
– erwartungsvoll -
und er tritt ein.
die füße nackt,
die wange bleich,
wie wird das sein?
er lächelt sanft
und sinkt auf seine knie.
mein schatz, sagt er,
die warn so schlecht wie nie...
wie gut, dass du
auf mich gewartest hast,
nix fußball heut,
weißt was,
ich koch dir was.
dann zieht er mich aus meinen pfühlen,
beginnt mich sanft und zärtlich zu durchwühlen!
jetzt klingelts draußen, mist, wer kann das sein?
es ist sein bester freund, er lässt ihn rein....
fwg -mh
so weich die kissen –
weich die sofapfühle
weißt du, mein schatz,
dass ich mich elend fühle,
während ich sanften klängen
sehnsuchtsvoll ermattet lausche,
die lesezeit sehr gern
mit fußballwohlgefallen tausche,
schreit halbzeitstille mich von ferne an,
und ich weiß: halt!
schon wieder bin ich dran.
den schnittpunkt pause
wird er w i e betreten?
wird jammern er
und wutentbrannt
zum himmel beten?
wird er frohlocken, jubeln,
mich mit küssen überschütten?
mich liebestoll und wild
in meine kissen drücken?
ich starre vor mich hin
– erwartungsvoll -
und er tritt ein.
die füße nackt,
die wange bleich,
wie wird das sein?
er lächelt sanft
und sinkt auf seine knie.
mein schatz, sagt er,
die warn so schlecht wie nie...
wie gut, dass du
auf mich gewartest hast,
nix fußball heut,
weißt was,
ich koch dir was.
dann zieht er mich aus meinen pfühlen,
beginnt mich sanft und zärtlich zu durchwühlen!
jetzt klingelts draußen, mist, wer kann das sein?
es ist sein bester freund, er lässt ihn rein....
fwg -mh
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