alle gedichte, fotos, bilder und texte auf diesem blog sind von gabriele brunsch / LadyArt erstellt, andere autoren sind besonders genannt. nicht nur das gesetzliche,auch das aus moralischen gründen zu respektierende urheberrecht gilt hier – obgleich nur der zufall das vergehen aufdecken könnte,aber ist die welt nicht voller zufälle -
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Montag, 16. April 2012
Donnerstag, 12. April 2012
Mittwoch, 4. April 2012
Der Schreibtisch des Dichters (hervorgeholt)
“Der Schreibtisch ist der Ort, wo sich die Welt entscheidet.” (Günter Eich)
Der Satz in seiner Konsequenz
hat nichts von Ruhe, von Beschaulichkeit,
er weist ganz zielgerichtet, weist nach außen,
Der Satz in seiner Konsequenz
hat nichts von Ruhe, von Beschaulichkeit,
er weist ganz zielgerichtet, weist nach außen,
vom kleinen, scheinbar unscheinbaren Innen
ins weite, unermesslich kalte Draußen.
Auf eine schlichte Weise ist er wahr.
(Er flüstert mir von Kriegen,
von Grausamkeit,
von Folter und von Tod.
Er flüstert mir von Bangigkeit,
von Zucht und Furcht,
von Bitterkeit und Not.)
...von den Ecken, den dunklen,
den Rückzugsgebieten,
Fluchtpunkten,
die einer ausleuchten möchte
mit seinem Feder/Kuli-Strich,
den Menschenzahlen,
die es zu tilgen/zu ergänzen gilt:
traf/trifft bisher ganz andere,
doch wann trifft es ... mich/dich?
...von Beschönigungen,
(wie auch immer)
die hergestellt werden müssen,
weil die wahren Zahlen
nicht ins Raster passen,
oder dieser eine Mensch,
diese eine Gruppe,
diese eine Gemeinschaft,
diese eine Rasse,
diese Farben nicht passen,
ihm nicht passen,
ihnen nicht passen,
nicht passen...
Dort, an diesem Tisch
sitzt einer,
gebisstragend/oder nicht,
mit Colegate-Zähne-Lächeln
auf den Lippen,
ohne/mit Toupet,
gestylt,
zeitmäßig gestählt/oder nicht,
Waschbrett/Wabbelbauch unter
dem gebügelten Hemd,
schön halt,
(weil Macht schön macht)
in jedem Fall mächtig,
perfide mächtig,
und hält den Stift in der Hand,
öffnet die Kladde,
liest und streicht ab.
Und für uns, die wir schreiben?
Was ist er, der Schreib-Tisch?
(wenn nicht das Papier auf dem Knie ist):
Zuflucht, die wir brauchen.
Was entscheiden wir,
da, zwischen Holz und Papier,
oder ist es Monitor und Keyboard,
oder Handy und Welt,
da an dem Tisch,
mit unserer Strich-Stimme -
oder Ton-Stimme …
in Versen?
2008 © ALLE RECHTE BEI GABRIELE BRUNSCH
ins weite, unermesslich kalte Draußen.
Auf eine schlichte Weise ist er wahr.
(Er flüstert mir von Kriegen,
von Grausamkeit,
von Folter und von Tod.
Er flüstert mir von Bangigkeit,
von Zucht und Furcht,
von Bitterkeit und Not.)
...von den Ecken, den dunklen,
den Rückzugsgebieten,
Fluchtpunkten,
die einer ausleuchten möchte
mit seinem Feder/Kuli-Strich,
den Menschenzahlen,
die es zu tilgen/zu ergänzen gilt:
traf/trifft bisher ganz andere,
doch wann trifft es ... mich/dich?
...von Beschönigungen,
(wie auch immer)
die hergestellt werden müssen,
weil die wahren Zahlen
nicht ins Raster passen,
oder dieser eine Mensch,
diese eine Gruppe,
diese eine Gemeinschaft,
diese eine Rasse,
diese Farben nicht passen,
ihm nicht passen,
ihnen nicht passen,
nicht passen...
Dort, an diesem Tisch
sitzt einer,
gebisstragend/oder nicht,
mit Colegate-Zähne-Lächeln
auf den Lippen,
ohne/mit Toupet,
gestylt,
zeitmäßig gestählt/oder nicht,
Waschbrett/Wabbelbauch unter
dem gebügelten Hemd,
schön halt,
(weil Macht schön macht)
in jedem Fall mächtig,
perfide mächtig,
und hält den Stift in der Hand,
öffnet die Kladde,
liest und streicht ab.
Und für uns, die wir schreiben?
Was ist er, der Schreib-Tisch?
(wenn nicht das Papier auf dem Knie ist):
Zuflucht, die wir brauchen.
Was entscheiden wir,
da, zwischen Holz und Papier,
oder ist es Monitor und Keyboard,
oder Handy und Welt,
da an dem Tisch,
mit unserer Strich-Stimme -
oder Ton-Stimme …
in Versen?
2008 © ALLE RECHTE BEI GABRIELE BRUNSCH
“Der Schreibtisch ist der Ort, wo sich die Welt entscheidet.” (Günter Eich)
Dies ist ein Satz, dessen Schrecklichkeit
nur langsam tröpfelnd sich erschließt,
er hat nichts beruhigendes
und nichts beschauliches.
Er ist nur auf eine ganz schlichte Weise wahr:
Er erzählt mir von Grausamkeit,
von Folter und Tod,
in Zeiten des Krieges.
Von Ausgrenzung, Machtmissbrauch
in friedlicher Zeit.
Von den Ecken,
den dunklen,
den Rückzugsgebieten,
Fluchtpunkten,
die einer ausleuchten möchte
mit dem Federstrich,
den Menschenzahlen,
die es zu tilgen/ergänzen gilt,
den Beschönigungen,
die hergestellt werden müssen,
weil die Menschen, die Art,
die Farbe, die Stimme,
die Sprache, die Religion,
die Rituale, ihr So-Sein,
die wahren Zahlen,
nicht ins Raster passen.
Dort, an diesem Tisch
in sicherem Abstand,
im wohlsein der anonymität,
sitzt einer, nicht zahnlos,
sondern mit Colgate-Lächeln
zwischen den Lippen,
ohne/mit Toupet,
gestylt oder lässig,
Waschbrett- oder Bierbauch unter
dem Hemd, dem Anzug, dem Shirt
und hält den Stift in der Hand,
öffnet die Kladde,
liest und streicht ab.
… … … … … … … … …
…mehrfach gelesen, Eichs Satz!
Er steht immer noch da,
unkommentiert,
jetzt nicht mehr so ganz allein….
...doch für uns,
die wir schreiben,
was ist er,
der Schreib-Tisch,
wenn nicht das Papier
auf dem Knie ist,
Zuflucht,
die wir brauchen?
Was entscheiden wir,
da, zwischen Holz und Papier?
Oder ist es Monitor und Keyboard,
oder Handy und Welt?
Gehört - Ungehört?
Da an dem Tisch
mit unserer Strich-Stimme -
oder Ton-Stimme …
in Versen,
wo doch ein jedes Leben
eine ganze Welt bedeutet?
gabriele brunsch
Dies ist ein Satz, dessen Schrecklichkeit
nur langsam tröpfelnd sich erschließt,
er hat nichts beruhigendes
und nichts beschauliches.
Er ist nur auf eine ganz schlichte Weise wahr:
Er erzählt mir von Grausamkeit,
von Folter und Tod,
in Zeiten des Krieges.
Von Ausgrenzung, Machtmissbrauch
in friedlicher Zeit.
Von den Ecken,
den dunklen,
den Rückzugsgebieten,
Fluchtpunkten,
die einer ausleuchten möchte
mit dem Federstrich,
den Menschenzahlen,
die es zu tilgen/ergänzen gilt,
den Beschönigungen,
die hergestellt werden müssen,
weil die Menschen, die Art,
die Farbe, die Stimme,
die Sprache, die Religion,
die Rituale, ihr So-Sein,
die wahren Zahlen,
nicht ins Raster passen.
Dort, an diesem Tisch
in sicherem Abstand,
im wohlsein der anonymität,
sitzt einer, nicht zahnlos,
sondern mit Colgate-Lächeln
zwischen den Lippen,
ohne/mit Toupet,
gestylt oder lässig,
Waschbrett- oder Bierbauch unter
dem Hemd, dem Anzug, dem Shirt
und hält den Stift in der Hand,
öffnet die Kladde,
liest und streicht ab.
… … … … … … … … …
…mehrfach gelesen, Eichs Satz!
Er steht immer noch da,
unkommentiert,
jetzt nicht mehr so ganz allein….
...doch für uns,
die wir schreiben,
was ist er,
der Schreib-Tisch,
wenn nicht das Papier
auf dem Knie ist,
Zuflucht,
die wir brauchen?
Was entscheiden wir,
da, zwischen Holz und Papier?
Oder ist es Monitor und Keyboard,
oder Handy und Welt?
Gehört - Ungehört?
Da an dem Tisch
mit unserer Strich-Stimme -
oder Ton-Stimme …
in Versen,
wo doch ein jedes Leben
eine ganze Welt bedeutet?
gabriele brunsch
Labels:haiku, non-haiku
diskussion,
politisches gedicht
Sonntag, 1. April 2012
- Sehr inniglich möchte ich Sat. für die Übertragung meines Gedichtes, "LASST ROSEN WACHSEN" ins Ungarische danken! Mein Gedicht füge ich noch einmal unter die Übersetzung. (Ich habe lange versucht, das ungarische Gedicht in Haiku-form in dieses Blog genau so hinein zu geben, wie Sat. es mir geschickt hat. Leider gelang es mir nicht. Tücke der Technik. Sorry!)
.. gondozzál rózsát törékeny szépség nőjék a vasrácsokon
.
finom és pompás szirmait tölti bájos gyöngédséggel fel
.
nincs, aki védje s fegyverek hatalmát legyőzi mégis
.
ócskavasak közt zavartan téblábolsz vezető nélkül
.
művészhatalom alkot önáltatásul új világokat
.
és azok sírnak s könnyeik soha semmi mást nem öntöznek
.
nyomorúság nő a termékeny nyugalom idején nagyra
.
békét harc követ ám únva a gyilkolást rózsát gondozzál
- .
1/4/12
.
- LASST ROSEN WACHSEN...
.lasst rosen wachsenschaut, sie wachsen aus panzernbildhafte schwächung
.sinnlich die roseihr blütenblattwerk gefülltprächtig, zart, lieblich...
.mächtig die schönheitpanzer, giganten aus stahl,warten verloren
.desorientiertund führerlos stehen sienutzloses schrottzeug...
.die macht des künstlerskraftvoll welten erschaffenaus illusionen...
.die tränen der weltversickern niemals zu nichtsbewässern neues...
.so wächst das elendaus fruchtbarer friedenszeit,wächst hoch und gedeiht
.krieg folgt auf friedenfriedenszeit folgt der kriegszeit.lasst rosen wachsen.... .
Montag, 19. März 2012
frühlingsgedicht
im rahmen meiner jahreszeit
bin ich von rauh nach mild verschoben
das eingegipste ich
hab frühlinglich ich jetzt gesprengt,
das flair der dürren winterzeit
wird zart mit grünem flor verwoben,
ein blütenweiß das kahl verdrängt...
entfesselt fühle ich mich neu
so jung und rein und seltsam scheu,
entrückt, der welt enthoben....
2011
Dienstag, 13. März 2012
.
sich drehen, herausdrehen können
mit einem partiellen gedächtnisverlust,
der das schwere einnebelt
und die licht-leichten Stellen schimmern lässt?
was solls, es wären wir nicht wir, wenn das ginge.
wir wären jene inhaltsleeren gestalten,
die wir so verachten
mit ihrer oberflächlichkeit,
oder gleich dement oder anders,
mit partiell verstelltem gesichtsfeld
und dem "ach, iss denn was?"-Blick,
der unverhohlen scheinheilig
weiterschweift und nicht mal verharrt...
oder glichen wir jenen,
die mit dem unwort „betroffenheitskultur“
am besten beschrieben,
entsetzt ihre lippen öffnen
und seufzend im takt ausrufen:
„das ist ja entsetzlich, aber auch...“,
die sich im suhl ihrer eigenen worte,
im wohligen bade des schäumenden abscheus -
einfinden, um es endlich zu sagen,
doch nicht banal, in kunst gegossen,
poetisch-lyrisch,
(den hintern im warmen kissen)
überhöht die worte bemessend
herausschreien:
"seht her wie ich leide
am leiden der welt!“
.
Freitag, 2. März 2012
Sonntag, 26. Februar 2012
...wohin werde ich wann fliehen?
entkommen, mich befreien...
wohin und wann?
und da bliebe noch die frage: wie...
denn die birgt letztlich das geheimnis...
das endlos gehütet wird,
hinter und unter den wichtigen decken
der verschränkten wirklichkeiten
die sich bürden
und drängen
und stechen...
.
.
lass ab,
sagst du,
lass diese gedanken,
lächel ein wenig mehr,
sei gelassen
und atme frühlingsluft,
diese neue, die dich locken sollte...
..
aber du bleibst im dunkel sitzen,
und versuchst das warten zu verdrängen,
schiebst die zeitnot weg
und spuckst auf die pausen,
atemlos sind diese gebündelten zeit-pakete
so straff gerafft,
dass du kaum raum hast.
und wie soll man überhaupt raum haben?
dunkelheit lässt keinen raum,
weil erst das licht den raum öffnet...
oder waren da fenster, die du nur nicht sehen konntest,
taste, taste dich hin...
so still ist alles.
so unendlich still.
still und dunkel.
das fenster war nur illusion
draußen und drinnen ist nacht...
.
Samstag, 25. Februar 2012
pfütze im wald
...dies herz ist kunstvoll eingepasst in die natur...
doch herzlich wenig ist natur
der rahmen nur
der himmel
der himmel
das spiegelbild
nur eine pfütze
nur eine pfütze
eine lache
eine kleine logelei
das kunstherz meine ich,
das kleine
ist nichts als eine
freche laune
ist nichts als eine
....
das kleine
ist nichts als eine
freche laune
ist nichts als eine
....
spielerei
...
Freitag, 24. Februar 2012
ex - il@miro hat gesagt…
du neigst dich…
(an gabriele)
an dunklen tagen in selbstzweifeln verharrend suchst du die antwort:
ob die natur seit alters
hat irgendwelche gebrechen eingepflanzt
oder nach rechts und links
und über das ganze hin,
ihre schlimme gewöhnung ausgeströmt…
ob du erstickend fast im schatten eines baums,
das erinnerungslied von kindheitszeit
– die mutter abends immer sang –
doch wieder hören kannst…
die winde brausen…
die mauern stehen…
komm in meine brust! komm, kehre zu mir zurück!
denk nach: ganz mit müh und not,
hier auf der erde überrannt,
der mensch hat keinen hafen
– so ist das eben –
und die zeit kein ufer, keine eile…
sie fließt wieder und immer wieder –
naturgegeben, und du und ich und alle,
stets von gut und bös getrieben,
vergehen im strom…
Mittwoch, 15. Februar 2012
Montag, 13. Februar 2012
Zeit Gedicht
.
...während ich den zeitmangel als last spüre,
von ihm gequetscht, zerdrückt, geknechtet werde,
ist's so, als fräße mir die zeit die zeit vom leib.
ein monster, untier, dämon, giert und geifert,
stößt atemlos mich in gedankenleere.
nicht weiß, nicht schwarz umgibt mich's nichts.
so sitze ich, ermattet, ausgehöhlt und endlos müde.
nicht sind da zeichen jetzt,
nicht lausche ich hinein in diesen raum,
nichts lässt mich tasten, nichts verbinden,
nichts lächelt, nichts lässt mich verschwinden.
das nichts beginnt mich einzusaugen,
und hat mich längst schon ausgekotzt,
und hat mich längst schon ausgekotzt,
drückt bleiern schlaf auf meine augen.
hab ich dem ansturm nicht getrotzt?
hab meiner zeit den zahn gezeigt,
in den sie sich so hart verbiss,
mich tränenreich ins nichts ausließ?
in zeitnot heftig eingezwängt,
kann selbst der traum mich nicht entlasten,
denn schlaf ist schon ein kleiner tod,
und raubt mir rasend die sekunden,
raubt mir die welt, die lichterstunden,
die wellenströme, die mich reich erfüllen,
die bilderwelten, die den hunger stillen,
wie klang und duft, wie frühlingsluft,
getränkt von worten.
war mir die welt
nicht immer reich
war sie mir nicht
die amme, die mich trug und nährte
mich sanft ermahnend
aus dem dunkel zerrte
mit ihren
stahlgrundworten,
ohne wenn und aber,
mit ihren
stahlgrundklängen,
orchestral und breit,
mit ihren
stahlgrundbildern,
hab ich dem ansturm nicht getrotzt?
hab meiner zeit den zahn gezeigt,
in den sie sich so hart verbiss,
mich tränenreich ins nichts ausließ?
in zeitnot heftig eingezwängt,
kann selbst der traum mich nicht entlasten,
denn schlaf ist schon ein kleiner tod,
und raubt mir rasend die sekunden,
raubt mir die welt, die lichterstunden,
die wellenströme, die mich reich erfüllen,
die bilderwelten, die den hunger stillen,
wie klang und duft, wie frühlingsluft,
getränkt von worten.
war mir die welt
nicht immer reich
war sie mir nicht
die amme, die mich trug und nährte
mich sanft ermahnend
aus dem dunkel zerrte
mit ihren
stahlgrundworten,
ohne wenn und aber,
mit ihren
stahlgrundklängen,
orchestral und breit,
mit ihren
stahlgrundbildern,
stahlgrunddüften,
stahlgrundfesten zeitgedanken.
hätte ich hass zum wappnen,
doch den hab ich nicht.
fühlte ich neid und gier,
ich lebte anders, sicherlich.
hätte ich stolz,
kennte ich diese ängste nicht.
stahlgrundfesten zeitgedanken.
hätte ich hass zum wappnen,
doch den hab ich nicht.
fühlte ich neid und gier,
ich lebte anders, sicherlich.
hätte ich stolz,
kennte ich diese ängste nicht.
so sitz ich noch lebendig,
angenagt von zeit
zerschlissen fast,
doch kampfbereit,
denn nächtlich stählte mich das wort,
stählt' der gedanke,
stählte mich das licht
...
verzeiht
...
es stählte mich
...
die sucht
...
verzeiht
...
es stählte sehn-sucht mich
...
es stählte suchend mich
...
die liebe
...
...
...
zum
...
gedicht
.
.
Mittwoch, 25. Januar 2012
Winter Haiku
des winters atem
hingehaucht - und demutsvoll
erbleicht natur
.
winter's breath
breathed on - and humbly
all nature blanches
.
Mittwoch, 11. Januar 2012
Sonntag, 8. Januar 2012
gefangen in der zwischenzeit
.
dämmerung
gefangen in der zwischenzeit
die spindel wortgarn läuft unrund
musik erzwingt den atemtakt
im rhythmus dieser späten stund
was der zynismus jetzt schändet
verhaspelt die ideenspur
die bilderserie wendet
sich tiefer jetzt nach innen nur
bewusst ergreifst du das geschick
der überbringer wartet schon
er hält dich fest in seinem blick
die melodie versackt zum ton...
© gabriele brunsch (fwg-mh)
Samstag, 7. Januar 2012
...wer jetzt kein haus hat...
seufzen die balken im dach
warm mein schultertuch
.
...who's without house now...
...who's without house now...
beams in the roof are sighing
warm is my scarf
.
Labels:haiku, non-haiku
haiga - bild und wort
Montag, 2. Januar 2012
.
...du magst es ahnen, was sich hinter dem horizont braut,
was schatten wirft und düsteres raunen,
ich sehe da nur regenwolken und graues licht,
doch die machen mich nicht trübsinnig, nein,
strahlt doch die freude von den besinnlichen tagen
wie ein leuchtfeuer noch in meine gedanken
und ich lächle entspannt und gelassen
und schaue in die graue ferne wie du,
ohne ihre bedrohung zu spüren...
.
Labels:haiku, non-haiku
gedicht ohne titel
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