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Freitag, 30. Oktober 2009

das hochzeitsfoto I




...den richtigen moment aus der welt herausschneiden,


aufbrennen, für die ewigkeit festzurren,

das präparat der unwillkürlichen bewegung so beherrschen,

dass der katalysator der strengen planung das gebilde perfektioniert,

nichts soll zufall, nichts dem tollen mut des augenblicks geschuldet,

nichts soll nur so, nur einfach so, nichts soll "gewöhnlich" sein.



die welt ist ein tollhaus, der himmel strahlt und der übermut perlt

und die uhren ticken verquer an den handgelenken der vielen,

und der rhythmus der schritte pulst wie die laune des windes,

atemlos, hier hin und dort hin, und lachen und weinen bald,

und alles misslingt, und darf nicht misslingen, gute miene...


wie lächeln zur fratze erfrieren, wie ein zwinkern erstarrt,

und das kompliment zum leisen fluch geriert,

und unter dem fleisch der wangen verbeissen sich zähne

und lippen werden zum formlosen strich.


der wind pustet ein schirmchen über den platz

und lachelnd hüpft ein kind hinterher...





Kommentare:

  1. ... wie versöhnlich der Abschluß: und lachend hüpft ein Kind hinterher .. und genau diese Welt ist es, die uns die "andere Welt" ertragen läßt ...LG Ursa

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  2. Danke für Eure Kommentare.

    Dieser Fototermin dauerte länger als eine Stunde, sehr chaotisch, obwohl alles bis ins Detail geplant war (geht aus den Gedichten hervor) - aber immer war es etwas anderes, das nicht genau so harmonierte, wie die Braut es wollte, sie kommandierte verbissen herum, aber es wollte einfach nicht ein einziges "großartiges" Bild herauskommen - man beachte, es war ein öffentlicher Platz, die Passanten waren schließlich auch ungehalten und latschten planlos ins Bild, die Akteure waren sich nie sicher wann und für welche Kamera sie gerade lächeln sollten, es waren schließlich 2 professionelle Fotographen und ein Filmer unentwegt dabei ihr Lächeln und ihre Aufmerksamkeit zu er"rufen"!

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  3. Das "perfekte" Chaos bzw. der chaotische Perfektionismus.

    Liebe Grüße
    Helmut

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