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Deutsches LiteraturArchiv Marbach

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Donnerstag, 26. November 2009




VIEL STILLER DER SEE

SO LEICHENBLASS UND FADE

VÖLLIG ENTKRÄFTET


KLATSCH KLATSCH - HÖRST DU IHN?

DEN HÖLZERNEN SCHLAG - KLATSCH KLATSCH

WEHMUTSGESCHLUCHZE


WER MAG ERTRAGEN

DAS ELEND DIESER ZEITEN

STURMGESCHÜTTELT ROH


DAS CHAMPAGNERGLAS

PERLEND - DIE LIPPEN VERZÜCKT -

GIB ANTWORT MIR - SCHATZ?


SO SAUGST DU ODEM

AUS DEN STEINALTEN TÖPFEN

A-RHYTHMISCH DER TAKT


NICHTS GEHT - UND ALLES

GEHT ALLES DAHIN UND NICHTS

MITNICHTEN RICHTIG


MAGS NIEMAND VERSTEHN

SO IST ES DOCH EXISTENT

DIESES KLEIN BISSCHEN LEBEN


PST PST PST GANZ LEIS

DAS GEHEIMNIS IST EINSAM

VERSCHLUCKT VON SCHWEIGEN



Zu meiner großen Freude hat Tibi mein See-Gedicht ins Ungarisch übertragen.

Ich will es all jenen, die sich nicht die Mühe machen in die Kommentare
hinein zu schauen und nur die Gedichte lesen, auf keinen Fall vorenthalten....




viel stiller der see /még mélyebben a tó
so leichenblass und fade /oly holtsápadt s unott
völlig entkräftet /teljesen kimerült

klatsch klatsch - hörst du ihn? /hallod, hogy csapkod?
den hölzernen schlag /a fadorong csapkod
wehmutgeschluchze /fájdalmas zokogás

wer mag ertragen
das elend dieser zeiten /e kornak nyomorát
sturmgeschüttelt roh /tör-zúz mint egy mozsár
ki képes elhordozni?

das champagnerglas /kristálypohárban drága
perlend – die lippen verzückt /bor pezseg - ajkak extázisa
gib antwort mir - schatz? /felelj nekem, szivem

so saugst du odem /oly légszomjasan kortyolsz
aus den steinalten töpfen /a kőkori korsókból
a-rhythmisch der takt /szabálytalan lüktet az ütem

nichts geht - und alles /telik az üresség - és minden
geht alles dahin und nichts /odatart és semmi sem
mitnichten richtig /pusztul vele végleg

mags niemand verstehn /nem képes senki megérteni
so ist es doch existent /és annyira élő mégis
dieses klein bisschen leben /ez az apró harapásnyi élet

pst pst pst ganz leis /pszt, szivem, csak halkan
das geheimnis ist einsam /a titok most egyedül van
verschluckt von schweigen /elnyelte a csönd


Szentandrási Tibi

http://sztandit.blogspot.com/




Kommentare:

  1. Da ist nicht nur ein kleines bisschen Leben. Da ist ein Bergsee voll! Und ich darf davon schlückchenweise kosten. Fein ...

    Viele Grüße
    Ralf

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  2. Zwei (mag sein kleinliche Kritikpunkte):
    (1)Seen haben keine Gezeiten
    (2)ein Champagnerglas paßt ins Sturmgeschüttelte nicht recht

    Das Erschöpfte eines Sees (sein Klatsch-Klatsch etwa an einem Steg oder einer Hafenmole) ist für mein Empfinden nichts aus dem Stürmischen Gewonnenens oder Gebliebenes. Ein See hat Ruhe und Kraft für sich, er braucht nicht das Jähe der See, aber er schläft und er zürnt auch nicht wie sie.

    Dieses mit dem Schwimmen des Embryos zusammen zu bringen, gefällt mir der Absicht nach, aber dessen Umfeld ist ja eben viel mehr ein See und nicht die See! Sanft und behütet - in den (engen) Ufern eines Sees eben - schwappt er dahin. Zumindest stelle ich es mir so vor.

    Die See, das Meer, der Ozean aber ist immer schon entgrenzt, also bereits geboren. Und deswegen kann ich keinen Embryo darin herum schwimmen sehen.

    Die Vorstellung des Fruchtwassers als eines allumfassenden Ozeans ist für mich genuin männlich, weil deren Denken stets in Groß-Klein verhaftet bleibt. Behüten fragt nicht nach Größe (i.e. auch Kleinheit) sondern paßt sich stets an.

    Ein paar (sehr solipsistische) Gedanken zu einem mit sehr gefallenden Text!

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  3. Gerade schaue ich, migränegeschüttelt in den Blog und finde Eure Worte. Danke.

    Die Gezeiten waren mir durchgerutscht, und mein Unterbewusstsein kratzte mich, aber ich hatte nicht die kraft was zu ändern. Jetzt habe ich es getan.

    Ganz schnell bis bald....

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  4. "DIESES KLEIN BISSCHEN LEBEN" - als ob es mehr geben könnte ...

    Liebe Grüße
    Helmut

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  5. Anonym3/12/09

    kösz szépen - szép, teccik, lefordítám:

    viel stiller der see /még mélyebben a tó
    so leichenblass und fade /oly holtsápadt s unott
    völlig entkräftet /teljesen kimerült

    klatsch klatsch - hörst du ihn? /hallod, hogy csapkod?
    den hölzernen schlag /a fadorong csapkod
    wehmutgeschluchze /fájdalmas zokogás

    wer mag ertragen
    das elend dieser zeiten /e kornak nyomorát
    sturmgeschüttelt roh /tör-zúz mint egy mozsár
    ki képes elhordozni?

    das champagnerglas /kristálypohárban drága
    perlend – die lippen verzückt /bor pezseg - ajkak extázisa
    gib antwort mir - schatz? /felelj nekem, szivem

    so saugst du odem /oly légszomjasan kortyolsz
    aus den steinalten töpfen /a kőkori korsókból
    a-rhythmisch der takt /szabálytalan lüktet az ütem

    nichts geht - und alles /telik az üresség - és minden
    geht alles dahin und nichts /odatart és semmi sem
    mitnichten richtig /pusztul vele végleg

    mags niemand verstehn /nem képes senki megérteni
    so ist es doch existent /és annyira élő mégis
    dieses klein bisschen leben /ez az apró harapásnyi élet

    ps pst pst ganz leis /pszt, szivem, csak halkan
    das geheimnis ist einsam /a titok most egyedül van
    verschluckt von schweigen /elnyelte a csönd

    minden jóut kívánok - alle gute wünscht Dir
    Szentandrási Tibi

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  6. Welch wunderbare Überraschung, ich danke Dir, Tibi, aus ganzem Herzen, nadyon köszönöm a forditasat (?)-

    Ich bin leider etwas erkrankt und möchte mit meinen ausführlichen Antworten erst mal warten, möchte mich jedoch ganz herzlich bei allen Kommentatoren bedanken.

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