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Donnerstag, 21. Oktober 2010

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der regen verschluckt


gierig die herbstgeräusche

und zerkaut farben...
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Versuch einer Bereinigung:
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regen verschluckt
gierig herbstgeräusche
und zerkaut farben...


Variation:

regen verschluckt
herbstgeräusche
zerkaut farben...




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Kommentare:

  1. die natur spielt gern
    mimmt willig diese farben
    der kreislauf achließt sich

    lg ursa

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  2. ...danke, liebe ursa, für dein hinzu-gedicht - wie schön...

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  3. Machen wir uns nix vor: Die Vertreter der reinen Haiku-Lehre werden die Personalisierung des Regens geißeln. Ich dagegen sehe vor allem die surrealistische Wirkung der Natur auf die Empfindungen des Menschen: auf das, was wir hören, und das, was wir sehen. Mir gefällt das.

    Viele Grüße
    Ralf

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  4. @ ρομπερτ

    Ich danke Dir sehr für Deinen wohltuenden Kommentar.

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  5. @ralf

    lieber ralf,

    du, dessen haiku ich so schätze,
    du, dessen verse ich lange kenne
    und dessen kunst ich gerne benenne...

    ach, ja, ich weiß, ich weiß...

    meinen ersten echten haiku, vom jap. ins deutsche übertragene kunstwerkchen mit kigo, durch und durch natur, natur, natur, lernte ich vor 45 jahren kennen. ich schrieb von da ab ganz für mich (wer mag sie zählen?) in anlehnung an die japanische lit. tradition haiku, bis ich ihrer leid wurde und sie - wiederum ganz für mich im schema 5/7/5, jedoch als sinnsprüche (non-haiku) umwandelte.
    nun, meine beschäftigung mit der haikugemeinde im netz, die ihre eigenen wichtigen gesetze kennt, die je nach laune und persönlicher macht und masche, das eine akzeptiert, das andere verstößt, hat aufhorchen lassen, lernen lassen, staunen lassen, mich erneut am kigo freuen lassen und meine beschäftigung mit haiku-haiku wieder erblühen lassen...

    die welt ist voller haiku.

    beim lesen spürt man, wo sich der autor gebildet hat, wenn man weltweit liest, oder ob es originär ist, ob es zaubrisch leicht und angenehm daherkommt, oder bemüht konstruiert schwerfällig... das eine muss nicht unbedingt neu sein, das andere nicht unbedingt schlecht.

    man wird jedoch selbst vorsichtig, wenn man in der übersetzungstradition vom jap. zum deutschen oder englischen zwischen den sprachen vergleicht und forscht, wie sich urplötzlich übersetzungesfehler oder interpretationskonstrukte als poetologisch scheinbar sicheres material festfressen und eine ganze generation von dichtern (aber ist ein haiku-schreiber ein dichter???) sprachkastratverslein zu produzieren beginnt, ohne das tun mutig zu hinterfragen.

    doch sorry, das geht gar nicht, weil es ja die päbste gibt, die einem genau sagen, was und wie ein haiku ist und wie es nur sein darf... und es werden abhandlungen verfasst, und gesetze erlassen, und... und... und...

    ...ein gutes haiku zu finden, unter den aberhunderten, die täglich ins netz gestellt werden ist genau so schwer wie die nadel im heuhaufen. ab und an gelingt mir selber eins, oder ich finde eines, das mir gefällt, das mich begeistert. das trägt mich dann ein weilchen, hält mich gefangen, ganz gleich ob es beim rest der welt ankommt oder nicht.


    wie gesagt, hunderte sind es weltweit, und hinz und kunz schreibt voneinander ab, und kaum ist mal was originäres dabei... weil der tautropfen, das rascheln der blätter, der rotz an der kindernase, der quietschende schuh, die schublade, das schlüsselloch, die kräutlein, der wind, und alles was lebendig und tot miteinander jahreszeitlich zusammenhängt schon unendliche male aufgelegt, neu aufgelegt, von neuem herumgewendet wurde...

    wie gesagt, ein gutes ist immer ab und an dabei, eines, das mich anhalten lässt, vielleicht sogar staunen...

    ...und wenn man der wichtigtuerischen geltungssucht einiger kritiker mit lächeln begegnen kann, denn da wird bisweilen mit ganz schön harten bandagen vorgegangen, und manch ein dichterlein hat mir da schon gehörig leid getan, dann ist das schon erträglich und macht die begegnung mit ihnen bisweilen sogar sehr viel spaß.

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