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Samstag, 18. August 2012

SCHNITTPUNKTE

schnittpunkte



so nimmt mich die sehnsucht mit
in die spuren des einstigen lebens,
eingeschnitten in das holz meiner tage.
wenn die nachtstunde kommt,
tasten sich meine finger blutig.

ich hadere immer von neuem
an den verdammten schnittpunkten:
 was wäre gewesen, wenn...
doch ich weiß, nichts rettet die stunde,
nichts, als das gebet für den mörder.




© by Gabriele Brunsch

Kommentare:

  1. Liebe Gaby,
    was wäre wenn ...
    einen Schritt neben die ausgetretene Spur getan.
    Was wäre wenn ...?

    Das kann man erst wissen, wenn man den Mut hat, ihn zu tun.

    LG
    Barbara

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  2. Gabriela,

    Zu hermetischen Sinn für alle, jenseits der Autor machen, vielleicht. Ich denke schon.

    alles gute
    Marcos

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  3. «nichts rettet die stunde,
    nichts, als das gebet für den mörder


    In diesen Versen ist genug Mut gezeigt – ich behaupte es noch, dass in ihnen „eine Überdosis der Übermut“ gezeigt wurde, mehr geht es nicht… Sehr wenige Menschen sind in der Lage, in großer Trauer für den Mörder beten…

    Welchen Schritt soll da noch getan werden bzw. ausprobiert?
    Soll man den Mörder verfluchen? Und dann eigene Seele verunreinigen…
    Soll man die Rachenaktion unternehmen, um den Mörder zu töten? Und selber der Mörder zu werden…

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  4. Liebe Barbara,

    ...du interpretierst es in die Zukunft, was wäre wenn... das ist eine Möglichkeit. Ich allerdings hatte im Sinn zu sagen: "Was wäre gewesen, wenn...!" - wenn die Schnittpunkte nicht übereinandergefallen wären, wenn alles eine Minute eher oder später gewesen wäre, wenn der Streit nicht stattgefunden hätte, wenn ... wenn... wenn...
    so kann man die Vergangenheit nicht verändern, sie ist schicksalhaft mit ihren Schnittpunkten so gewesen, wie sie war...

    Danke, für Deine Interpretation,
    Gabriele

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  5. Lieber Marcos,

    ich danke dir sehr, dass Du Dir die Mühe machst, dich in meine Gedichte hineinzulesen, einen hermetischen Sinn, ja, ich versuche natürlich nicht immer alles zu sagen, der Leser sollte sich doch seine eigenen Gedanken machen können. So entsteht in jedem Leser ein anderes Bild, und das ist gut.

    Liebe Grüße
    Gabriele

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  6. Lieber Miroslav,

    ...ich danke Dir inniglich für Deine ausführlichen Gedanken zu meinem Gedicht. Dieses Gebet ist sicherlich das einzige, das uns retten kann, das unsere Seele reinigt... und uns durch die Nacht bringt, die Nacht, deren Gedanken und STunden uns zerfressen würden...

    Ich umarme Dich
    Gabriele

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