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Donnerstag, 13. September 2012

AHNUNG

Ahnung

Die sonne brennt durchs kühle blattgewirr,
vom morgentau noch feucht und glanzumspielt,
ein herbst hält einzug – wie ich ihn gefühlt,
vor jahr und tag, so steht er jetzt vor mir.

Ins satte blau mischt wind den weißen strich,
wattegeplustert treibt er durch die zweige,
ins grün mischt fadendünnes gelbes sich,
es ist wie’s ist, das jahr es geht zur neige.

Das kleine lächeln, das der greis mir schickt,
es ist versiegt, im letzten atemholen,
der tod griff hastig und verstohlen,
ein lebensstrang entwurzelt und geknickt.

Schon wieder, denk ich, war’s schon wieder zeit?
des todes schleppe streift die bunte welt
und lässt erbleichen, wie es ihm gefällt,
zieht drüber hin, sein mantel bauscht sich weit.

Es gruselt mich, ich hülle mich in schweigen,
nur dunkle kummersilben fallen auf die zeilen.

Ich zerre grün mit warmem gold in meine tage,
weil ich das fahle ahnen nicht ertrage.

 Kommt, bitte, lacht! ich öffne alle türen,
will freude, lust und heiterkeit erspüren.

Ein zwitschern wildgemischt das dringt herein,
mein garten, der will noch nicht herbstlich sein.

© Gabriele Brunsch

Kommentare:

  1. hach, wie wundervoll und weise ... da wird sich doch bestimmt noch ein kleines plätzchen für mich in deinem nochnichtherbstgarten finden ...

    ganz und gar bezaubert und auch beeindruckt ob des so gelungenen klang dieses herbstgedichts!

    liebste grüße
    isabella

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  2. liebe veredit,

    verzeih, gerade erst lese ich, dass du hier einen komm. geschrieben hast.
    mein garten, der würde dir, so wie er jetzt daliegt, vielleicht gar nicht gefallen, denn ich habe ihn schmählich vernachlässigt... aber romantisch ist er allemal... und dann gelingen eben auch solche gedichte!

    liebe grüße
    gabriele

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