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Freitag, 25. März 2011

bekenntnis

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hör zu mein kind, ich lieb dich, lieb dich wie du bist.
nicht immer liebt ich alle, die ich vorher kannte.
da waren diese, jene, leichthin anverwandte,
die mocht ich gar nicht, konnt’ ich nicht verstehn...

hör zu mein kind, ich lieb dich, lieb dich inniglich,
ich lieb dich mehr, als viele, die ich vor dir kannte,
da waren manche, sonderbar bekannte,
die dir verwandt sind. kannst du das verstehn?

im grellen neonlicht der schrillen zeit
verliert der augenblick von damals seinen sinn,
auch wenn das geifern heulend um sich greift,
steh ich im zentrum, weiß noch wer ich bin...

matt glänzend wirkt der stoff der möglichkeiten,
erinnerung und sehnsucht - kett und schuss -
aus dem gewebe zupf ich sachte schwarze fäden,
weil ich das kleid doch täglich tragen muss. 



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Kommentare:

  1. das ist wunderschön, besonders die letzte strophe hat es mir angetan.
    ich danke dir für dieses gedicht
    herzlich

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    1. ...damals, lieber herbst.zeitlosen war ich ziemlich wirr und vernachlässigte die lieben Freunde! Ich danke Dir nach so langer Zeit inniglich für Deine Worte!

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  2. Liebe Gabriele,

    die Liebe zum Kind, mit so einfachen Worten ins Herz gerückt, dieses Drumherum an Menschen braucht dabei weitaus mehr Worte, mit denen man so tagtäglich leben muss...
    Ich bin wieder einmal mehr begeistert von deinen Gedanken, kann sie nachvollziehen im wahrsten Sinne des Wortes!!!!

    herzlichst, Rachel

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    1. DAs freut mich sehr, liebe Rachel, was wir damals schon von uns wussten und ahnten, das hat sich in der langen Zeit des Kontaktes bestätigt.
      Alle Liebe Dir....

      Gabriele

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  3. Dieses besondere Verhältnis zum Kind lässt die Kraft einer Weberin aufblitzen!

    Liebe Grüße
    Helmut

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    1. "die Kraft der Wortweberin" hervorgezwungen, im Versuch, Erlebnisse mit Wortengewebe binden zu können...

      Es ist so schön, Worte von Dir, in der Vergangenheit zu finden, die mich jetzt direkt berühren. DANKE!

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  4. es ist ein teil von uns, kleid, haut, kind ... einerlei wie wir es nennen. liebe freundin, dein gedicht ist ebenso genial, wie berührend

    es tut so gut, solch wunderbare lyrik zu lesen - gerade im augenblick brauche ich das so sehr.

    von herzen du,
    isabella

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    1. Deine Worte berühren mich auch, vor allem auch, weil da so viel Zeit vergangen ist, wir kreisende Gestirne uns ab und an .- nach kleinen Zeiträumen, wieder aneinander vorbeischweben - und gerade jetzt, nach so langer Zeit, lese ich diese Worte und weiß, dass nichts vom Wert unseres damaligen Kontakts verblasst ist, nein, nur ein wenig verschoben... noch intensiver, weil zuverlässig!
      Inniglich
      Gabriele

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