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Dienstag, 5. Juli 2011

LASST ROSEN WACHSEN

LASST ROSEN WACHSEN...

lasst rosen wachsen
schaut, sie wachsen aus panzern
bildhafte schwächung

sinnlich die rose
ihr blütenblattwerk gefüllt
prächtig, zart, lieblich...

mächtig die schönheit
panzer, giganten aus stahl,
warten verloren

desorientiert
und führerlos stehen sie
nutzloses schrottzeug...

die macht des künstlers
kraftvoll welten erschaffen
aus illusionen...

die tränen der welt
versickern niemals zu nichts
bewässern neues...

so wächst das elend
aus fruchtbarer friedenszeit,
wächst hoch und gedeiht

krieg folgt auf frieden
friedenszeit folgt der kriegszeit.
lasst rosen wachsen...


Das Gedicht "Lasst Rosen wachsen..." schrieb ich am 06. Juli 2011 beim Betrachten dieses Bildes von Manfred Evertz, der es bei einer Diskussion zum aktuellem Panzergeschäft mit Saudi-Arabien, bei facebook vorstellte. Ich danke Manfred Evertz für die Erlaubnis, das Bild in meinem Blog zu posten. 


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Kommentare:

  1. ambivalente Gefühle steigen in mir auf.
    Der Panzerbauer könnte auf die Idee kommen, das Bild als Geburtstagskarte zum 50jährigen bestehen seiner Firma als angemessen zu empfinden. *grusel*

    Liebe Grüße
    Barbara

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  2. ...bei mir steigen, angesichts deiner sichtweise, die mich völlig überraschte, auch ambivalente gefühle auf... in der tat, so gesehen ist das bild durchaus gruselig. aber ich denke, dass es ohne die vorstellung einer geburtstagskarte zu dienen, auch so ungemein zynisch und traurig ist. so wie mein gedicht, denke ich, das doch auch eher zum gruseln als zur freude über wachsende rosen anregt... oder wie siehst du das????

    verstärktes gruseln
    wünscht
    gabriele

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  3. Dein Gedicht spricht mich sehr an und dass es uns das Fürchten lehren kann, ist unbestritten.

    Auch die Unausweichlichkeit des ständigen Wechsels von Krieg und Frieden in der Geschichte, sollte uns zu denken geben.

    Dein Foto, dass sehr gelungen ist, erinnert mich an ein Geburtstagsfoto, das mir jemand zeigte (eigentlich war es nicht für die Öffentichkeit bestimmt).

    Die Belegschaft feierte den 50-jährigen Geburtstag der Herstellung einer bestimmten Bombensorte.
    Sie stand im Kreis und einer hielt auf einem schwarzen Kissen eine solche, die mit frischen Margeriten geschmückt war.
    Man lächelte, wie es zu solchen Anlässen üblich ist.

    Vielleicht löschst Du meine Einträge wieder. Sie sind wirklich gruselig hoch zwei.

    Trotzdem wünsche ich Dir eine gute Nacht
    Barbara :-)

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  4. ...liebe barbara,

    warum sollte ich deine einträge löschen?

    sie sind mir immer besonders wichtig, weiß ich doch, dass du auch hinter die dinge blickst und nichts so hinnimmst, wie es sich oberflächlich präsentiert. ich danke dir sehr für deinen zusätzlich-erklärenden kommentar. ich denke mal, dass der der maler des bildes, manfred evertz, das so dann auch besser verstehen kann und sich friedlich zurücklehnen kann, denn er hat erreicht, was er erreichen wollte: die zwiespältigkeit der friedenseuphorie malerisch ins visier zu nehmen...

    ... und eine diskussion auszulösen...

    immerhin haben sich im blog in den letzten tagen mehr als 50 leser eingeschaltet. wenn sie auch nichts dazu geschrieben haben, so denke ich doch, dass die gedanken blitzen...

    liebe grüße
    gabriele

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  5. gondozzál rózsát
    törékeny szépség nőjék
    a vasrácsokon

    finom és pompás
    szirmait tölti bájos
    gyöngédséggel fel

    nincs, aki védje
    s fegyverek hatalmát
    legyőzi mégis

    ócskavasak közt
    zavartan téblábolsz
    vezető nélkül

    művészhatalom
    alkot önáltatásul
    új világokat

    és azok sírnak
    s könnyeik soha semmi
    mást nem öntöznek

    nyomorúság nő
    a termékeny nyugalom
    idején nagyra

    békét harc követ
    ám únva a gyilkolást
    rózsát gondozzál


    /Minden jót a rózsa-neveléshez!)

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  6. ...erst jetzt, liebe SAT. sehe ich, dass du das gedicht übersetzt hast. OMG, wie schlimm, dass ich das heute erst bemerke. bitte verzeih....!!!!

    ich fühle mich sehr geehrt, dass du dir die mühe gemacht hast. ich danke dir aus ganzem herzen...

    innige grüße
    gabriele

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